Das Frauenarchiv bietet den Einblick über das Schaffen, den Kampf und die Errungenschaften der Zivilgesellschaft hinsichtlich der politischen Gleichstellung von Frau und Mann, es will das gesellschaftliche und politische Wirken von Frauen sichtbar machen und zeigen, dass sich Zivilcourage lohnt. Die Dokumente und Objekte des Archivs sind analog (Liechtensteinisches Landesarchiv) und digital (Katalog Frauenarchiv.li) einsehbar.

Trägerschaft und Projektleitung

Der Verein Frauen in guter Verfassung ist Trägerin des Projektes Frauenarchiv. Für die Umsetzung wurde die Historikerin Julia Frick engagiert.

Von links nach rechts: Astrid Walser, Eva-Maria Schädler, Helen Marxer-Bulloni, Claudia Heeb-Fleck, Julia Frick

Das Projekt konnte nur mit finanzieller Unterstützung realisiert werden. Ein grosser Dank geht an: Kulturstiftung Liechtenstein, Maiores Stiftung, St. Ana Stiftung, VPBank Stiftung, Mariann Stegmann Stiftung, Fürstlicher Kommerzienrat Guido Feger Stiftung, Valüna Stiftung, Gregor Steiger Stiftung, Fachbereich Chancengleichheit des Amts für Soziale Dienste, Gemeinde Vaduz, Gemeinde Schaan, Gemeinde Planken, Gemeinde Mauren-Schaanwald, Gemeinde Balzers, Gemeinde Triesen, Gemeinde Eschen-Nendeln, Gemeinde Ruggell, Gemeinde Triesenberg, Gemeinde Gamprin, Silvy und Rony Frick, Veronika Marxer und Geschwister, Christina Batliner und weitere private Zuwendungen.

Entstehungsgeschichte

2018 entschlossen sich die Frauen in guter Verfassung FgV, sämtliche noch nicht archivierte Quellen im Zusammenhang mit der zivilen Frauenrechtsbewegung systematisch zu sammeln und katalogisiert dem Liechtensteinischen Landesarchiv zu übergeben. Aus dieser vielfältigen und erkenntnisreichen Quellensammlung entstand dann das Frauenarchiv mit digitalem Suchkatalog, der nun der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Material: Was finde ich im Frauenarchivkatalog?

Das Quellenmaterial besteht aus Textdokumenten wie Protokollen, Briefen, Reden, Vorträgen, Projektbeschreibungen, Medienberichterstattungen, amtlichen Mitteilungen, Leserinnenbriefen, Gesetzesentwürfen, Broschüren, Flugblättern, Vernehmlassungsentwürfen u.v.m., aber auch aus: Fotografien, Filmausschnitten, Tondokumenten, Plakaten, Illustrationen, Kunstobjekten usw.

Zeitraum

Die Materialien umfassen den Zeitraum von 1969 bis 2015. Aus Datenschutzgründen sind einige Dokumente nur im Landesarchiv (Sperr- und Schutzbestimmungen) persönlich einsehbar. Aus Ressourcengründen sind auch nicht alle katalogisierten Quellen digitalisiert, sie lassen sich aber über die Signatur im Landesarchiv finden und einsehen.

Zweck und Ziel

Warum ist es wichtig dieses historische Material für die Zukunft zu sichern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Gesellschaftliche, kulturelle und politische Leistungen von Frauen und Frauengruppierungen waren und sind in der Öffentlichkeit Liechtensteins wenig sichtbar und wurden bis anhin wesentlich weniger häufig dokumentiert als diejenigen von Männern. Mit der Aufarbeitung der Geschichte der Frauenbewegung des 20. und 21. Jahrhunderts wird ein Ausgleich geschaffen und eine Lücke in der Dokumentation und Archivierung zentraler gesellschaftlicher Entwicklungen geschlossen.

Provenienz

Umfang und Herkunft der Materialien

Das Frauenarchiv umfasst 190 Dossiers aus 23 verschiedenen Beständen in welchen sich etwa 20'000 Dokumente und andere Objekte befinden. Ein grosser Teil dieser Dokumente und Objekte können auf unserem Archivkatalog auf der Webseite Frauenarchiv.li eingesehen werden. Der gesamte Bestand in analoger Form befindet sich im Liechtensteinischen Landesarchiv und kann vor Ort eingesehen werden. Die 3-D-Objekte sind Teil der Sammlung des Liechtensteinischen LandesMuseums. Die Materialien stammen von verschiedensten Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen. Der Fokus des Frauenarchivs auf zivilgesellschaftliche Aktivitäten ermöglicht einen vollständigeren, facettenreichen und lebensnahen Blick auf die Geschichte der Frauenbewegung und Gleichstellung.